Das 3. Vinocamp Rheinhessen in Stadecken-Elsheim und Essenheim

… und was hatten wir wieder für ein Glück mit dem Wetter …!

Auch bei der dritten Auflage des regionalen Vinocamp in Rheinhessen war uns der Wettergott über alle Tage hold. Nach der langen kalten Durststrecke haben wir das alle sehr genossen und auch gleich ein paar Sessions nach draussen verlegt. … aber vielleicht besser der Reihe nach 🙂

Dieses Jahr war der Hauptpartner vor Ort Timo vom Weingut Eppelmann, der sich bereits beim ersten Vinocamp Rheinhessen aktiv eingebracht hatte und schon bald den Vorschlag aufbrachte, dass wir doch auch einmal ein Vinocamp in Stadecken-Elsheim veranstalten könnten. Solche Vorschläge sind immer gefährlich, denn das lasse ich mir nicht zweimal sagen!

Kurzentschlossen hat er noch Stefan vom Weingut Braunewell mit ins Boot geholt und so standen schon schnell die beiden Zielorte fest.
Auch von Seiten der Sponsoren konnte ich mich wieder nicht beschweren – alle sind uns treu geblieben und ich konnte sogar noch neue Unterstützer gewinnen.
Das grosse Dankeschön kommt noch einmal zum Schluss!

Am frühen Freitag Abend trafen wir uns also alle bei Timo im Weingut und es war sehr schön zu sehen, dass neben einigen bekannten auch neue Gesichter in der Runde auftauchten. Selbst Herr Eckes hatte es sich nicht nehmen lassen vorbei zu kommen.

Nicht lange quatschen – Weinglas in die Hand, ein kleines Gläschen zum Auftakt und ab ging es mit Stefan in Richtung Selztal-Terroir-Route. Es war herrlich – immer wieder neue Aus- und Weitblicke in die schöne rheinhessische Hügellandschaft und selbstredend durfte natürlich auch nicht der passende Wein fehlen.
😉

An dem höchsten Punkt angekommen, übernahm Andreas vom Weingut Wagner unsere Gruppe. Nach einer kurzen Erholung vom Aufstieg ging es direkt weiter, schön bergab, durch die Essenheimer Gemarkung in den Domherrenhof. Stefan hatte von diversen Winzern Weine „eingesammelt“ und so konnten wir uns bei einem leckeren Essen schon einmal einen ersten Überblick über die rheinhessische Vielfalt verschaffen.

Spontan, wie immer, hat dann auch jeder den Weg zurück nach Stadecken-Elsheim gefunden … die letzte Gruppe zu Fuss … was dann doch etwas länger gedauert hatte als geplant, aber ein wunderbarer Nachtspaziergang wurde.

Pünktlich um 09:00 am nächsten Morgen starteten wir denn auch in das dritte Vinocamp Rheinhessen. Die Zusammensetzung der Teilnehmer spiegelte sich in ihrer Vielfalt in den Themen wieder. Jede*r Anwesende brachte sich auf seine Weise ein, mit selbst gebackenen Kuchen und Pasteten, mit Anbieten einer Session oder auch mit regem Diskutieren – meine lieben Teilnehmer – Ihr ward wieder klasse!

Dem Thema WEIN.Erlebnis.Region gerecht werdend, gab es bereits am Samstag Sessions zum Schwerpunkt Rheinhessen, die Region und den Tourismus.
Aber auch verschiedene Verkostungen kamen wie üblich nicht zu kurz.  Zu den Sessions „Liebfrauenmilch“ und „Orange-Natur-Weine“ und PetNat folgen noch detaillierte Beiträge.
Bereits an dieser Stelle aber wieder ein grosses Dankeschön an alle Winzer, die uns auch dieses Jahr wieder wunderbar und reichlich unterstützt haben.

Was gab es denn so an Sessions am Samstag?

  • Tourismus in Rheinhessen
  • Terroir
  • Bio-Nachhaltigkeit im Weinbau
  • Rheinhessen in der Region Rhein-Main
  • Crowdfunding
  • Liebfrauenmilch
  • Alkoholfreier Wein
  • Süssweine
  • Filtration (Bachelor Projekt)
  • Wein in Gastro
  • Pet-Nat und Naturwein
  • Projekt der Fachhochschule Oppenheim „Infinity“
  • Orangewein
  • Käse & Wein

Rund ging es wieder im wahrsten Sinn des Wortes beim Speed-Dating.
Kurz und Knapp in 3-4 Minuten – da kam danach schon die Frage auf:
„WIEVIELE Weine habe ich jetzt probiert? Boah – das hatte ich so auch noch nicht! Spannend!“

Die Burgscheune war eine herrliche Location tagsüber am Samstag – zum Abend wechselten wir jedoch zu Timo. Das Büffet war eine Augenweide, sowohl die zarten Ochsenbäckchen von Christian, als auch die leckeren Schmankerl, die die Teilnehmer beigesteuert hatten – das Wasser lief allen im Mund zusammen.
Nach dem Abendessen ermutigte uns die Glas-Sommeliere Yvonne Heistermann dazu doch einmal auch zu Hause verschiedene Gläser mit verschiedenen Weinen auszuprobieren. Also gossen und probierten wir „auf Teufel komm raus“ und stellten fest
… alles Geschmacksache 🙂
Bei den Abfragen gab es zwar auch Mehrheiten aber das Wichtigste ist und bleibt, dass es jedem Einzelnen schmeckt – und das ist uns allen klar geworden
… Ein gutes Glas macht sehr wohl einen Unterschied – und es gibt für jeden das Richtige!

Da lobe ich mir doch meine Teilnehmer – am nächsten Morgen gab es vor dem offiziellen Start bereits die erste „Extra-Session“ – nochmals wurden die Filtrationsproben von Linus gewissenhaft verkostet, eingestuft und bewertet.

Im Anschluss ging es weiter mit unseren Open-Air Sessions an der und um die Stadecker Warte.

  • Was ist denn an den Hiwweltouren so besonders
  • Preispolitik beim Wein
  • Vision eines Ausschankes an der Warte – als Beispiel für touristisches Angebot
  • Vertikale Weinprobe vom Weingut Hedesheimer Hof

Wie immer, es wurde angeregt und auch kontrovers diskutiert … man kennt jetzt auch das eine oder andere Argument, warum die eigene Idee vielleicht doch nicht immer so einfach zu realisieren ist 😉

Zurück bei Roland im Weingut Posthof Doll & Göth nahmen wir zur Abschluss-Session noch einmal im herrlichen mediterranen Innenhof Platz und zogen Bilanz.

Es war abermals interessant zu sehen, wie sehr doch alle „Neu-Vinocamper“ überrascht waren, wie und dass das Format mit seiner Spontaneität funktioniert.

Auch der Mix – Weinkenner aller Stufen auf Augenhöhe – hat sich ebenfalls bewährt und jeder konnte interessante Neuigkeiten mit nach Hause nehmen.
Besonders schön fand ich auch die Aussagen einiger auswärtiger Teilnehmer*innen, dass sie auf unglaublich intensive, gastfreundliche und fast familiäre Art und Weise Rheinhessen als Weinregion kennen lernen konnten.
Schön – so soll es doch sein!
🙂